SCHULLEBEN - SCHULJAHR 2018/19

04.07.2019

Frau Unger geht und alle waren gekommen, sogar Peter Maffay

Eibenstock - Wie verabschiedet man seine Chefin nach 27 Jahren würdevoll?

Diese Frage stellte sich eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern an der Oberschule Eibenstock vor einiger Zeit.

Ganz einfach, man bittet Menschen aus dem Arbeitsumfeld einer Mittelschulrektorin um ein Dankeschön und holt noch den Lieblingssänger dazu.

Am 4.Juli 2019 war es dann schließlich soweit. In der Aula der Oberschule fand die große Verabschiedung von Sabine Unger statt und alle waren gekommen.

Ein kleiner Gospelchor unter der Leitung von Herrn Kaufmann am Klavier, sorgte für die richtige Einstimmung.

Den ersten Dank sprach Bürgermeister Uwe Staab. Unglaublich, was in Zusammenarbeit  mit der Stadt Eibenstock aus der Schule geworden ist. In den letzten 27 Jahren wurden über 8 Millionen Euro in das Gebäude und in Lehrmittel investiert. Eibenstock hatte zum Beispiel das erste Computerkabinett im Landkreis. Zur Zeit wird eine neue Garderobe im Hauptgebäude eingebaut. Alle Maßnahmen aufzuzählen, würde den Zeitrahmen der Veranstaltung sprengen, meinte das Stadtoberhaupt.

Außerdem wartete der Überraschungsgast schon hinter dem Vorhang auf seinen Auftritt. Peter Maffay sang unplugged "Sonne in der Nacht" und alle Augen glänzten. Es war natürlich nicht der echte, sondern Steven Gärtner von der Maffay-Show-Band aus Sosa. Optisch und akustisch vom Original kaum zu unterscheiden.

Natürlich wollten die Schülerinnen und Schüler auch ihren Dank zum Ausdruck bringen. Dafür übten sie ein Theaterstück ein, welches in der Zukunft von Frau Unger spielte und nicht an Satire und Humor bezüglich der Bildungspolitik sparte und auch gesellschaftskritische Elemente enthielt. Alle mussten herzhaft lachen.

 

Frau Windisch überbrachte den Dank des Elternrates und aller Eltern der Schule. Eine gute Zusammenarbeit der Schulleitung mit den Eltern ist für ein gesundes Schulklima in unabdingbar.

Schließlich war Steven Gärtner wieder an der Reihe. Mit "Ich wollte nie erwachsen sein" aus Tabaluga verbreitete er Gänsehaut pur. Spätestens jetzt summten auch die unmusikalischsten Gäste mit.

Das Kollegium hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen. Im letzten halben Jahr schlichen nachmittags seltsame Gestalten durch das Schulhaus - Lehrerinnen und Lehrer verkleidet auf dem Weg zum Drehort. Es wurde ein Film gedreht, "EINE REALFILMSATIRE MIT MÄRCHENHAFTEM

DOKUMENTARFILMANSPRUCH".

In 30 Minuten wurden die letzten 27 Jahre humorvoll verpackt. Ein Spaß für alle.

 

Maya Bretschneider, Stellvertretende Schulleiterin der Oberschule, dankte im Namen der Lehrerschaft für die geleistete Arbeit und überbrachte Wünsche für den Ruhestand, der, wie wir Frau Unger kennen, doch ziemlich unruhig werden wird.

Den Schlusspunkt setzte Bärbel Bochmann mit ihrer originellen Überreichung der Geschenke des Kollegiums.

 

Vielleicht fällt der scheidenden Mittelschulrektorin nach dieser Veranstaltung der Abschied ein klein wenig schwerer.

 

Text und Fotos: Andreas Schramm

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