...meine Schule im Erzgebirge
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01.06.2026

Besuch aus Kitikolo

Eibenstock - Die Woche startete für die „Glück auf!“-Oberschule mit besonderen Gästen. Drei Vertreterinnen des „Kitokolo Project“ sind auf Einladung des Vereins „AMALI e.V.“ anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins auf Tour durch das Erzgebirge und Vogtland, um über ihre Arbeit zu berichten, Vorträge zu halten und an interkulturellen Begegnungen teilzunehmen. Höhepunkte des Aufenthaltes sind die Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen und eine Vernissage mit Einblicken in Projekte, Begegnungen und die Geschichte des Vereins, die in der kommenden Woche in der „Alten Stickerei“ in Grünbach eröffnet wird.
Vertreterinnen des Projektes waren bereits im vergangenen Jahr an der Schule zu Besuch gewesen, danach gab es Videocalls und Berichte. Nach einem Rundgang durch die Schule hatten interessierte Oberschüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über das Leben und das Kitokolo-Projekt zu erfahren. Die in Deutschland lebende Uganderin Joseline Amutuhaire-Ondrusek, die als Koordinatorin des Projektes tätig ist sowie Heidi Schettler von AMALI e.V. standen zum Übersetzen bereit, die Jugendlichen kamen aber sehr gut mit ihrem Schulenglisch auch ohne Hilfe zurecht. Einige hatten zuvor auch schon an den Videocalls mit ugandischen Schülern teilgenommen.
Das Projekt betreut über 1000 Kinder und Jugendliche, angefangen vom Kindergarten über Grund- und Oberschule bis hin zu Berufsausbildungen. Kitokolo war vor 20 Jahren ein kleines Dorf ohne Infrastruktur in Zentraluganda, hat sich aber durch den Verein AMALI e.V. und viele andere Unterstützern zu einem Zentrum der Region entwickelt, dass für die Einwohner viele Vorteile und vor allem den Kindern echte Zukunftsaussichten bieten kann. Sie können so ein selbstbestimmtes Leben mit sicherem Einkommen führen.
Die Fragen der Schüler waren vielfältig – von Unterschieden zwischen Uganda und Deutschland zum Essen, von Fußball bis Tanz reichte das Spektrum. Sarah Nassozi Mwesigwa zeigte direkt einen ugandischen Tanz. Sogleich wurde eine Projektidee geboren, per Video ein Tanzprojekt zu starten, indem zwei Choreografien von der jeweils anderen Tanzgruppe einstudiert werden. Silke Dickescheid, über die der Kontakt damals zustande gekommen ist, kann sich das auch gut zum Postplatzfest vorstellen. Bei einem schnellen gemeinsamen Mittagessen blieb noch etwas Zeit zum Gespräch und ein paar Fotos, dann ging es direkt weiter ins Vogtland.
Die Oberschule hofft, dass sich weitere gemeinsame Kontakte und Verbindungen entwickeln und beide Seiten voneinander lernen können.

Bilder&Text Auersbergbote 11/26