27.05.2026
Wo alles begann…
Eibenstock - Pause drinnen, Unterricht draußen. Mit dieser einfachen Faustregel kann man die Wünsche unserer Schülerinnen und Schüler zusammenfassen. Mit einer Ausnahme: findet der Unterricht draußen statt, ist die Pause draußen auch okay. Leider lässt sich das im Alltag gar nicht so leicht umsetzen. Aber wir sind dran. Dann ist da auch noch der Faktor Wetter, das haben wir dieses Jahr besonders gemerkt. Aber in der Klasse 6a hat es doch geklappt mit unserem Ausflug zum Unterricht im Wald. Fächer haben an diesem Tag weniger eine Rolle gespielt. Im richtigen Leben ist ja auch alles vermischt. Wenn man sich einen Lebensraum einmal unter die Lupe nimmt, spielen eben nicht nur geografische Aspekte wie Klima, Wassertemperatur oder Eingriffe des Menschen in die Natur eine Rolle, sondern auch biologische. Unglaublich, was an so einem Wassergraben alles wächt, kreucht und fleucht.
An einem unserer geheimnisvollsten Orte ging es dann mehr um Geschichte: die Reste der mittelalterlichen Burg Teufelsschloss. Hier begann also vor über 800 Jahren mitten im Urwald die Geschichte unserer Heimatorte. Wie wird man damals gelebt haben auf diesem kleinen Hügel? Wie sah die Burg aus? Wer waren ihre Herren? Diese Fragen haben natürlich die Fantasie der Menschen schon lange beflügelt. Und so verwundert es nicht, dass uns die Burg in alten Sagen begegnet. Eine davon erzählt von Geldfälschern, die ihre Beute außer Landes bringen wollten und sich in das verfallene Gemäuer vor einem Unwetter flüchteten. Sie sollen seitdem in dem Berg gefangen sein und müssen glühendes Geld zählen. Lässt sich diese Geschichte als Comic erzählen? Man kann sich dem Thema Teufelsschloss auch künstlerisch nähern.
Und natürlich gehört auch etwas Spaß dazu. Den hatten wir bei der letzten Station in Zimmersacher. Da wir wie richtige Wissenschaftler mit analogen Temperaturmessgeräten aus dem vorigen Jahrtausend ausgestattet waren, können wir mit Gewissheit verkünden, dass die Große Bockau, in der wir noch eine Runde geschwommen sind, nicht wärmer als 12 Grad Celsius war. Und die letzte, vielleicht bleibendste Erkenntnis kam manch einem noch auf dem Nachhauseweg: Wenn man in einem 12 Grad kalten Bach badet, sollte man sich sicher sein, dass im Rucksack noch ein paar trockene Kleidungsstücke liegen.



...meine Schule im Erzgebirge